In 48 Stunden zur eigenen digitalen Kommunikationsstrategie – Schritt für Schritt
In den nächsten zwei Tagen entwickelst du eine komplette digitale Kommunikationsstrategie für eine reale oder fiktive soziale Einrichtung. Du baust eine Webseite, entwickelst eine Story, denkst über Ethik und Kanäle nach – und am Ende steht ein durchdachtes Gesamtkonzept.
Dieser Bogen führt dich durch alle Schritte. Arbeite ihn mit deiner Gruppe durch. Am Ende jedes Moduls kommt ihr hierher zurück und füllt den nächsten Abschnitt aus.
Bevor es losgeht: Entscheidet euch für ein Projekt. Das kann eine bestehende Einrichtung sein, eine Geschäftsidee oder ein fiktives Beispiel.
Ihr arbeitet in einer Kita, Jugendhilfe, Pflegeeinrichtung, Beratungsstelle? Dann nehmt eure echte Einrichtung als Projekt.
Träumst du von einem eigenen Business? Sozialberatung, Systemisches Coaching, Ergotherapie-Praxis, Fortbildungsangebot? Jetzt ist die Zeit, es durchzudenken.
Ihr arbeitet mit dem vorbereiteten Beispiel. Die Domain kita-st-raphael.de ist live und steht euch zum Üben zur Verfügung (nur während des Workshops).
Die wichtigste Frage zuerst: Warum wollt ihr online sichtbar sein? Was ist der Zweck eurer Kommunikation?
Menschen kaufen keine Dienstleistungen – sie kaufen Geschichten. Welche Geschichte erzählt eure Einrichtung? Document, Don't Create: Die besten Geschichten passieren jeden Tag bei euch.
Denkt an Momente, die euch berührt, überrascht oder stolz gemacht haben. Was war der schönste Moment der letzten Woche?
Why: Warum steht ihr morgens auf? · How: Wie macht ihr das anders? · What: Was genau tut ihr?
Ethisches Handeln ist kein Nice-to-have – es ist die Grundlage. Besonders im sozialen Bereich tragen wir Verantwortung.
Wofür wollt ihr KI einsetzen? Wofür nicht? Denkt an Texte, Bilder, Social Media.
Überlegt euch die Struktur eurer Webseite. Welche Seiten sind nötig? Nutzt Google Sites (kostenlos, einfach) oder die Übungs-Domain kita-st-raphael.de.
Nicht jeder Kanal ist für jede Einrichtung sinnvoll. Überlegt: Wo sind eure Zielgruppen? Welches Format passt zu euch? Weniger ist mehr.
| Kanal | Passt? (✔/✘/?) | Warum? / Warum nicht? |
|---|---|---|
| Mastodon (Fediverse) | ||
| PeerTube / YouTube | ||
| Blog auf der Webseite | ||
| Podcast (Audio) | ||
| WhatsApp / Signal (Community) | ||
| Newsletter (E-Mail) |
Ein Post ist nicht einfach ein Post. Es gibt verschiedene Formate – jedes mit eigener Wirkung. Überlegt: Welche 3 Formate nutzt ihr regelmäßig?
Ein Foto + Text
Einfach, schnell
Mehrere Bilder
Erklärt, inspiriert
60–90 Sek.
Hohe Reichweite
Ausführlich, SEO
Bleibt auf der Seite
15–30 Min. Audio
Intim, vertiefend
Daten visualisieren
Shareable
Nutzt die Formel: Hook (Aufhänger) → Value (Mehrwert) → Humanity (Menschliches).
Jetzt bringt ihr alles zusammen: Aus den einzelnen Bausteinen wird eine Gesamtstrategie für die nächsten 3 Monate.
Stell dir vor, du stehst im Aufzug neben einem potenziellen Spender. Was sagst du?
Wie oft postet ihr? Realistisch bleiben – 1x/Woche ist besser als 3x/Woche und dann nichts.
Content-Erstellung, Freigabe, Posten, Community-Management – wer übernimmt welche Rolle?
Mastodon, Pixelfed, PeerTube – das Fediverse ist dezentral, werbefrei und DSGVO-freundlich. Für soziale Einrichtungen ist es die ethisch passende Plattform.
Am Ende von Tag 2 präsentiert ihr euer Projekt. 5 Minuten pro Gruppe. Hier sind die Leitfragen für eure Präsentation: